Gedenken auf der Wülzburg 2008 - Kaaden-Duppau

Heimatkreis Kaaden- Duppau
Sudetendeutscher
Hauptmenü
Direkt zum Seiteninhalt
Hauptmenü
Gedenken auf der Wülzburg
„Für den Heimatkreis Kaaden-Duppau lege ich diesen Kranz hier nieder,auch im Namen der Kirchengemeinde Pürstein- Wotsch.
In Erfurcht gedenken wir unserer toten Landsleute.
Wir gedenken unserer Toten, die in der Heimaterde ruhen.
Wir trauern um unsere Toten, die in der neuen Heimat ihre letzte Ruhestätte fanden.
Wir gedenken aller Toten,
die durch Gewalt ihr Leben lassen mussten.
In besonderer Weise gedenken wir
der Toten des 4. März 1919,
wo von den 54 Toten in 7 Städten
allein bei uns in Kaaden
26 deutsche Todesopfer zu beklagen waren. - -
Nach jetziger tschechischer Aussage
wären 3 davon Tschechen gewesen.
Wir kennen den Anlass,
wie es zu diesen Toten am 4. März 1919 kam.
In mehreren Städten des Sudetenlandes
demonstrierten an diesem Tag
die Deutschen für ihr Selbstbestimmungsrecht.
Wie man aus den damaligen Publikationen entnehmen kann,
waren es friedliche Demonstrationen –
die Demonstranten waren unbewaffnet.
Eine Studie von Frau Dr. Mertova,
der tschechischen Archivar in im Archiv in Kaaden,
stellt etwa um 1992 fest:
„Die Soldaten sprechen von heftigem Schießen
aus Fenstern und Dacherkern,
konkret aus dem Haus Nr. 183 am Marktplatz.
Sie, die Soldaten, versichern sogar,
etwa an dieser Stelle
sei eine Handgranate geworfen worden,
deren Explosion eine Frau getötet habe.
Diese Aussagen werden
von zivilen Zeugen eindeutig bestritten.
Die Soldaten selbst gaben zu,
dass es ihnen bei den Hausdurchsuchungen
unmittelbar nach der Schießerei nicht gelungen war,
Waffen oder etwaige Schützen ausfindig zu machen."
Ich frage mich – und auch Sie, liebe Landsleute:
„Warum kommt man mit dieser Aussage
eines tschechischen Soldaten und der Aussage,
dass die Demonstranten geschossen hätten,
erst jetzt, nach über 70 Jahren?
1919 war Kaaden Tschechische Republik -
und keine amtlichen Unterlagen sprachen damals davon,
dass aus Fenstern und Erkern – also von den Deutschen –
geschossen wurde.
Keiner hat jemals ausgesagt, dass deutsche Demonstranten
in Kaaden Waffen gehabt hätten, -
auch von tschechischer Seite
gab es 1919 diese Aussage nicht.
Auf wem hätten denn die Deutschen
überhaupt schießen sollen?
Etwa auf die eigenen deutschen Landsleute?
Bei der deutschen und der tschechischen Version
steht heute Aussage gegen Aussage.
Leider kann man nach so langer Zeit
- inzwischen sind es fast 90 Jahre-
keine zufrieden stellende Antwort finden,
was damals wirklich Realität war.
Aber was will man vermutlich
von tschechischer Seite bezwecken?
Sicher das, dass die deutschen Aussagen
unglaubwürdig erscheinen!
Ich überlasse Ihnen die Beurteilung!
Den Kranz werde ich jetzt anschließend
zum unserem Ehrenmal am Südfriedhof bringen!
Wer da noch mit hinkommen will, ist herzlich dazu eingeladen!
Ich danke Ihnen!"
Zurück zum Seiteninhalt