Die letzten Zwerge des Schwarzberges - Heimatkreis Kaaden- Duppau

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Die letzten Zwerge des Schwarzberges

Oberhalb der Ruine Egerberg, in halber Höhe des Schwarzberges, befinden sich zwei Zwerglöcher. Während eines derselben unscheinbar ist, reicht das zweite tief in das Erdinnere und birgt eine gute Quelle, die schon manchem Holz- oder Heumacher einen erquickenden Labetrunk bot. Als die Zwerge, beleidigt durch die Selbstsucht der Menschen, die Höhlen des Egertales verließen und bei Sosau die Eger übersetzten, blieb noch ein Paar in den Zwerglöchern zurück. Es war scheu und floh die Nähe der Menschen. Einmal gelang es jedoch einem Bauer aus Kettwa, das Zwergweiblein, das seine Nebelkappe abgelegt hatte, zu fangen. Flehentlich bat das kleine Geschöpf um seine Freiheit und gab vor, es habe ein nur wenig Tage altes Kind zu stillen. Aber der Mann ließ sich nicht erweichen, trug das Weiblein heim und sperrte es in die Oberstube. In der Nacht erschien der Zwerg mit dem Kinde beim Fenster, tröstete die Gefangene und ermahnte sie, ruhig zu bleiben, bis sich eine günstige Gelegenheit zur Flucht biete. Das Weiblein aber gebärdete sich immer rasender, riß das Fenster auf, sprang hinaus, fiel auf einen spitzigen Zaunpfahl und kam elend um. Seither lastet auf diesem Hause ein Fluch.

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