Dekanalkirche Kreuzerhöhung - Kaaden-Duppau

Heimatkreis Kaaden- Duppau
Sudetendeutscher
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Die Dekanalkirche "Kreuzerhöhung"
aus dem Sudetenland- Wegweiser v. Rudolf Hemmerle
und Flug über die Heimat mit Dr. Viktor Karell



Gegenüber dem Rathaus befindet sich die Dekanalkirche "Zur Kreuzerhöhung" von 1289. Sie wurde im 15. Jahrhundert mit zwei Türmen versehen. Von 1746 - 1755 erfolgte ein Umbau von Baumeister j.Chr. Kosch Die Kirche enthält auch Bilder von Kandler, welcher in der Komotauer Ignatiuskirche das Bild  des Hochaltares "Verherrlichung des hl. Ignatius" gestaltet hat.
Die Kaadener Dekanalkirche "Kreuzerhöhung" war ursprünglich ein gotischer Kirchenbau, der von 1746- 1755 vom Baumeister Johann Christoph Kosch in einen stattlichen Barockbau im Jesuitenstil umgestaltet wurde. Dank seiner hohen Fassade, die von zwei reich entwickelten Türmen überragt wird, wirkt er imposant. Die gotische Ur- Anlage des von Kapellen umgebenen Schiffes und des langen Chores ist unverkennbar, wiewohl außer der Vorhalle und einigen Streberesten seitwärts derselben aus der gotischen Vergangenheit keine Baubestandteile mehr bestehen
Die Kirche erbauten die Johanniter. Sie wurde von einigen Bränden heimgesucht. Die architektonische Ausstattung des Kircheninneren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist einheitlich, die Einrichtung seit dem großen Brand vom Jahre 1811 allmählich aufgestellt worden. Der Hochaltar und der reichgeschnitzte Predigtstuhl stammen aus Leitmeritz. Eine Zierde ist das Lünettenbild "Gott Vater".
Die Altarblätter sind, bis auf das des Floriani Altares und des Johannisaltares Werke von W.Kandler. An der Südwand des Vorderschifffes hängt Onghers "Sturz der Engel", eine figurenreiche Nachbildung des Gemäldes von Giordano Luca.
Östlich hinter der Dekanalkirche befindet sich neben der alten Dechantei in einem Vorsprung der Stadtmauer die Außenwand eines Kapellenbaus. Es ist die um 1470 errichtete spätgotische Rosenkranzkapelle der Rosenkranz- Bruderschaft. Die äußere Ostwand dieser Kapelle trägt über zwei gut erhaltenen Maßwerkfenstern sogenannte Pechnasen, das letzte Beispiel einer solchen Schutzanlage in Kaaden.
Die Kapelle hat ein gut erhaltenes Deckengemälde und auf der rechten Wand oben rechts ein Gemälde mit einigen Worten. Leider wird die Kapelle heute als Lager für verschiedene Bilder, Altarteile und Gegenstände aus Kirchen der Umgebung genutzt. Sie soll aber restauriert werden. Die Dekanalkirche "Zur Kreuzerhöhung Christi" bestand laut Buch "Statistische Tafeln" von 1863 (Seite 72) bereits im Jahre 1183, während diese Kapelle erst um 1470 von der Rosenkranzbruderschaft errichtet wurde. Auf Seite 298 schreibt Viktor Karell im Heimatbuch von den Bruderschaften in Kaaden: "Die ältesten allgemeinen Bruderschaften in Kaaden waren die unserer Lieben Frau oder Frühmeßbruderschaft und die Rosenkranzbruderschaft (1465- 1522."
Die Regulierung des Magistrats im Jahre 1783 hob die Rosenkranzbruderschaft wieder auf und die der Bruderschaft gehörenden Dörfer wurden 1786 zum Religionsfond geschlagen.

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