Die Stadt Klösterle - Kaaden-Duppau

Heimatkreis Kaaden- Duppau
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Klösterle
1121 - heute

(Klasterec nad Ohri)
Die Stadt  Klösterle an der Eger entstand am linken Ufer der Eger am Fuße des Erzgebirges und nahe dem Duppauer Gebirge. Der Name der Stadt geht auf eine  Verkleinerungsform der Bezeichnung für ein Kloster zurück. Im 12. Jahrhundert haben am Ort der heutigen Stadt die Benediktiner aus  Postelberg ein kleines Kloster gegründet - lateinisch claustrellum, deutsch hieß es damals Klosterlin.Die Mönche erbauten dort eine kleine Pfarrkirche, an deren Stelle später ein Spital für Arme errichtet wurde.
Mitte des 13. Jahrhunderts ging das Gut an die Adeligenfamilie von Schönburg, die auch die unweit gelegenen Burgen Egerberg und Pürstein  verwaltete. Die weiteren Besitzer waren die Adeligengeschlechter von Ilburg und danach die Fictums.
Die aus Sachsen stammenden Fictums hatten zuerst auf der Neu Schönburg ihren Sitz. von 330 Metern. Die Stadt an der Eger dehnt sich zwischen Erzgebirge und Duppauer Bergland aus. 1930 hatte Klösterle 2590 Einwohner, davon 2523 Deutsche. Die Eisenbahnstation befindet sich an der Strecke Komotau- Eger.
1121 erfolgte die Gründung als Benediktinerprobstei Claustrellum (das ist Klösterle) des Klosters Postelberg. Im Jahre 1277 war Klösterle Besitz des Königs Ottokar II., 1356 der Familie Schönburg, später der Ilburg und der Vitzthum; diese hatten sich am Aufstand gegen den Kaiser beteiligt, daher wurde ihr Eigentum konfisziert. 1623 kauften die Freiherrn (später Grafen Thun die Herrschaft Klösterle. Das Stadtwappen zeigt einen Turm vor einer bezinnten Mauer mit offenem Tor, beiderseits des Turmes auf der Mauer je drei Ähren.
Das Schloß wurde im Jahre 1540 erbaut und im Jahre 1590 vergrößert, 1660 barock und 1856 neugotisch verändert. Im Schloßpark befinden sich Plastiken von Johann Brokhoff, der von 1685- 1687 im Dienste des Grafen Thun stand. Im Schloß befindet sich heute ein Museum mit böhmischem, europäischem und asiatischem Porzellan.
Die Dreifaltigkeitskirche wurde nach Plänen des Italieners Carlo Lurago in frühbarockem Stil erbaut, und 1670 geweiht. Die neuere Orgel stammt von Ferdinand Müller- Pomeißl (1795).
Die Friedhofskirche, 1743- 1760, ist ein spätbarocker oktogonaler Bau mit Kuppel und Laterne. Das Brauereigebäude von 1724 ist barock, mit Plastiken von J. Brockhoff.Dieser schuf auch den Marktbrunnen (1683). Die Pestsäule wurde 1698 errichtet. zweitälteste in Böhmen. Sie kam 1800 in den Besitz vom Grafen Thun. Das Markenzeichen ist eine goldene Krone, darunter TK und Thun. 1872 arbeiteten sechs, 1890 bereits acht Brennöfen.
Bekannt ist der Sauerbrunn von Klösterle. Das Heil- und Tafelwasser ist die stärkste Lithiumquelle Böhmens. Es wird heute nicht mehr exportiert.
In Klösterle kam 1686 der berühmte Barockbildhauer Josef Brockoff (+1721) zur Welt.


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